Projekt Offshorekorridor Cloppenburg

Am 17. Mai 2017 wurde das Raumordnungsverfahren für die Planung von Trassenkorridoren zur Netzanbindung von Offshore-Windparks zwischen Hilgenriedersiel sowie dem Raum Emden und dem Netzverknüpfungspunkt Cloppenburg eingeleitet. Verfahrensführende Behörde ist das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems. Die geplante Netzanbindung wird mit Gleichstromübertragungskabeln unterirdisch verlegt.

Im Raumordnungsverfahren findet eine Beteiligung der Träger öffentlicher Belange statt. Zudem dient es als frühzeitige Anhörung und Information der Öffentlichkeit. Die Verfahrensunterlagen werden hierzu für einen Monat zur Einsicht bei den berührten Gemeinden ausgelegt. Die Antragsunterlagen können zudem unter
www.rov-offshorekorridor.niedersachsen.de abgerufen werden. Das Raumordnungsverfahren endet mit einer landesplanerischen Feststellung zur Raumverträglichkeit des Vorhabens. Diese ist bei der anschließenden Planfeststellung des Vorhabens zu berücksichtigen. Sie entfaltet keine unmittelbare Rechtswirkung (d.h. sie ist nicht unmittelbar gerichtlich überprüfbar), sondern ist eine gutachterliche Stellungnahme zur Raumverträglichkeit des Vorhabens für nachfolgende Verfahren. Der landesplanerischen Feststellung wird auch zu entnehmen sein, wie die vorgebrachten Stellungnahmen berücksichtigt wurden.

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HINTERGRUND
TenneT Offshore GmbH (Vorhabenträgerin) plant für die Anbindung von zukünftigen Offshore-Windparks neue Trassenkorridore im Küstenmeer und an Land, in denen unterirdische Gleichstromübertragungskabel verlegt werden sollen.
Zunächst plante die Vorhabenträgerin mehrere Trassenkorridore zwischen der 12 Seemeilen-Zone und den Netzverknüpfungspunkten Wilhelmshaven Nord, Halbemond, Elsfleth/Moorriem und Cloppenburg Ost.
Für diese Planung hat am 12. November 2012 eine Antragskonferenz in Oldenburg stattgefunden, in der u.a. auch mögliche und sinnvolle Vorhabenalternativen diskutiert wurden. Die Festlegung des räumlichen und sachlichen Untersuchungsrahmens erfolgte am 14. März 2013 und 11. Juni 2013.

Nachdem durch die Bundesnetzagentur im Netzentwicklungsplan und Offshore-Netzentwicklungsplan 2013 lediglich Leitungen zu den Netzverknüpfungspunkten Halbemond und Cloppenburg bestätigt wurden und die Anbindung in Halbemond zeitlich vor einer Anbindung in Cloppenburg vorgesehen war, wurde zunächst ein Raumordnungsverfahren für einen Trassenkorridor über Norderney zum Netzverknüpfungspunkt Halbemond durchgeführt.
Dieses Raumordnungsverfahren wurde mit der Landesplanerischen Feststellung vom 6. Mai 2015 abgeschlossen. Die Vorhabenträgerin plant nunmehr einen weiteren Korridor nach Cloppenburg.