Projekt Korridor A-Nord

Am 21. März 2018 hat der Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH die Antragsunterlagen auf Bundesfachplanung nach § 6 NABEG (Netzausbaubeschleunigungsgesetz) bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Diese hat den Antrag für vollständig erklärt und damit das formelle Verfahren eröffnet. Niedersachsen ist von drei der fünf Abschnitte betroffen (Abschnitte A bis C). Gegenstand der Anträge sind der Trassenkorridorvorschlag sowie alle ernsthaft in Frage kommenden Alternativen. Diese sollen im Bundesfachplanungsverfahren gleichberechtigt geprüft werden. Hierzu gehört u. a. die genaue Prüfung der Engstellen und Riegel sowie der Biotop- und Artenschutzbelange. Das Verfahren ist somit weiterhin ergebnisoffen, eine Festlegung auf einen Korridor erfolgt erst am Ende des Bundesfachplanungsverfahrens. In einem nächsten Schritt werden am 15.05.2018 in Bunde (Abschnitt A), am 23.05.2018 in Meppen (Abschnitt B) und am 29.05.2018 in Ahaus (Abschnitt C) Antragskonferenzen stattfinden. Anschließend wird die Bundesnetzagentur gemäß § 7 NABEG einen Untersuchungsrahmen festlegen. Dieser wird die Grundlage für die Erarbeitung des Antrags nach § 8 NABEG sein.

Download [pdf]
Gleichstromleitung A-Nord - Antrag auf Bundesfachplanung gemäß § 6 NABEG [13.080 KB]

Information der Bundesnetzagentur [Weblink]
BBPlG, Vorhaben 1: Emden Ost – Osterath (A-Nord), Abschnitt A: Emden Ost – Raum Bunde

Stellungnahme der Niedersächsischen Landesregierung [pdf]
Stellungnahme zu den Anträgen auf Bundesfachplanung gemäß § 6 NABEG für die Gleichstromleitung A-Nord (Emden Ost – Osterath), Abschnitte A-C [879 KB]

Anlagen [pdf]
1) Überlagerung der Trassenkorridorsegmente (TKS) mit dem LROP [6.655 KB]
2) Übersicht über das Vorkommen relevanter Böden in einzelnen TKS [213 KB]
3) Energiewirtschaft und Bergbau [435 KB]
4) Bauwirtschaft [23 KB]
5) Karte Bau- und Kunstdenkmalpflege [4.575 KB]
6) Karte Übersicht der bekannten archäologischen Denkmale [4.967 KB]


Noch vor den Antragskonferenzen zu den Abschnitten A-C des Netzausbauvorhabens 1 (Emden Ost – Osterath) des Bundesbedarfsplangesetzes hat die niedersächsische Landesregierung am 7. Mai 2018 der Bundesnetzagentur, als verfahrensführende Stelle, eine erste Stellungnahme vorgelegt.

Die ressortübergreifende Arbeitsgruppe „Korridor A-Nord“ unter der Federführung des ML hat Hinweise zu Raumwiderständen zusammengetragen und Forderungen für den Untersuchungsrahmen aufgestellt. Dabei wurden die Themen Raumordnung, menschliche Gesundheit / Immissionsschutz, kommunale Belange, Natur- und Artenschutz, Verkehr, Boden, agrarstrukturelle Belange, Energiewirtschaft und Bergbau, Rohstoffwirtschaft und oberflächennahe Rohstoffe, Bauwirtschaft, Grundwasserschutz / Wasserwirtschaft / Hydrogeologie, Deponien / Altablagerungen, Wald, Denkmalpflege sowie weitere Hinweise aufgegriffen.

Die niedersächsische Landesregierung unterstützt mit ihrer Stellungnahme eine raum- und umweltverträgliche Vorhabenplanung und fordert, dass frühzeitig und systematisch alle relevanten Planungsinformationen und Bedenken zusammengeführt werden. In der Verantwortung der Bundesnetzagentur liegt es nun, auf den nachfolgend aufgeführten öffentlichen Antragskonferenzen weitere Hinweise zu der Planung zu sammeln. Anschließend muss sie den Untersuchungsrahmen festlegen. Diesen müssen die Vorhabenträger TenneT und TransnetBW dann „abarbeiten“ und als nächsten Planungsschritt den Antrag nach § 8 NABEG einreichen. Die Landesregierung wird die Planungen weiterhin intensiv begleiten.

Das Vorhaben Nr. 1 des Bundesbedarfsplangesetzes Emden Ost – Osterrath (Korridor A-Nord) sieht den Bau einer neuen Höchstspannungsgleichstromleitung vor.

Das Projekt fällt in den Zuständigkeitsbereich des Übertragungsnetzbetreibers Amprion und soll (gemäß zweitem Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2025) bis 2025 fertiggestellt werden.

Gemäß der gesetzlichen Änderungen im Energieleitungsbaurecht vom 31. Dezember 2015 soll die Trasse vorrangig als Erdkabel gebaut werden.

Am 5. Oktober 2016 hat die Amprion GmbH den vorläufigen Untersuchungsraum der Öffentlichkeit vorgestellt. Amprion hat im Anschluss mit Hilfe verschiedener Dialogveranstaltungen mit beteiligten Kommunen, Behörden, Trägern öffentlicher Belange als auch mit betroffenen Bürgern Gespräche geführt. Anschließend wurden im Untersuchungsraum potenziell geeignete Trassenkorridore entwickelt.

Diese hat die Amprion GmbH am 26. Juli 2017 veröffentlicht. Seit dem 7. August können unter "A-Nord / Hinweise geben" Hinweise zu diesen Trassenkorridoren über ein Internettool abgegeben werden.

Am 10. und 11. August beginnt der informelle Dialog in Niedersachsen mit zwei Veranstaltungen für die Träger öffentlicher Belange. Anschließend werden entlang der Trassenkorridorvorschläge Informationsveranstaltungen in Form von Bürgerinfomärkten und einer Infomobiltour stattfinden. Im August und September 2017 können Hinweise an Amprion gegeben werden. Anschließend wird der Übertragungsnetzbetreiber die Antragsunterlagen nach § 6 Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) zur Eröffnung des formellen Verfahrens erarbeiten und bei der Bundesnetzagentur als verfahrensführenden Behörde einreichen.



NIEDERSACHSEN REICHT HINWEISE ZUM KORRIDOR A-NORD EIN


Die Ressort AG Korridor A-Nord der niedersächsischen Landesregierung hat sich an dem informellen Vorabbeteiligungsverfahren für die Korridor A-Nord-Planung beteiligt und zum 27. September 2017 umfangreiche Hinweise gegeben. Der Firma Amprion wurden die zusammengetragenen Beiträge aus den verschiedenen Ressorts zugeschickt. Darin enthalten sind Hinweise zu den Themen Raumordnung, menschliche Gesundheit / Immissionen, Kommunale Belange, Natur- und Artenschutz, Verkehr, Boden, Energiewirtschaft und Bergbau, Rohstoffwirtschaft, Bauwirtschaft, Grundwasserschutz / Wasserwirtschaft, Hydrogeologie, Deponien / Altablagerungen, Agrarstrukturelle Belange, Wald und Denkmalpflege.

DOWNLOAD Hinweise und Anlagen [pdf]



DOWNLOADS
[pdf]


WEITERE INFORMATIONEN [Weblink]