Projekt Conneforde - Merzen

Das Projekt Conneforde – Cloppenburg Ost – Merzen ist das Projekt Nr. 6 des Bundesbedarfsplangesetzes und für die Erprobung der Teilerdverkabelung zugelassen.

Die Maßnahme 51a (Conneforde – Cloppenburg) besteht aus dem Bau einer 380 kV-Leitung als Ersatz für die bestehende 220 kV-Leitung. Zudem soll das bestehende Umspannwerk in Conneforde verstärkt werden. In Cloppenburg werden zur Einbindung der Leitung und des unterlagerten Verteilnetzes zwei neue Umspannwerke errichtet bzw. ein Umspannwerk neu gebaut und das bestehende Umspannwerk Cloppenburg Ost verstärkt.

Die Maßnahme 51b (Cloppenburg-Merzen) ist ein Neubauprojekt. Die Inbetriebnahme der Trasse ist gemäß dem zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2025 für 2022 geplant. Die Vorhabenträger sind TenneT TSO GmbH (Nordteil des Projektes) und Amprion GmbH (im Landkreis Osnabrück).

Am 7. April 2014 hat das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems die Zuständigkeit für das Raumordnungsverfahren gemäß § 19 Abs. 1 Niedersächsisches Raumordnungsgesetz an sich gezogen. Mitte September 2015 wurden der Umfang der notwendigen Planunterlagen in einer Antragskonferenz mit den betroffenen Gemeinden, Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange diskutiert. In diesem Zusammenhang wurden auch mögliche und sinnvolle Vorhabenalternativen diskutiert.

Basierend auf den Ergebnissen der Antragskonferenz wurde TenneT und Amprion am 20. November 2015 durch das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems der Untersuchungsrahmen mitgeteilt. Darin teilt die Behörde mit, welche Varianten zu untersuchen sind und welche Informationen die Antragsunterlagen für das Raumordnungsverfahren enthalten müssen. Mit dem Untersuchungsrahmen wurde auch festgelegt, dass eine neue Trassenvariante entwickelt werden soll, die von Conneforde zunächst der 220-kV-Bestandsleitung folgt, anschließend südlich von Wardenburg an die Autobahn A 29 führt und von dort parallel zur A 29 und im Süden ebenfalls parallel zur A 1 verläuft.

Für diese zusätzliche Variante hat TenneT eine ergänzende Untersuchung der Landesplanungsbehörde vorgelegt. Nach Prüfung dieser ergänzenden Unterlage hat die Landesplanungsbehörde festgelegt, dass diese neue Variante in gleicher Weise wie die bereits im November 2015 festgelegten Varianten zu untersuchen ist.

Gleichzeitig hat die Behörde entschieden, dass Trassenvarianten, die das Stadtgebiet von Oldenburg östlich umgehen und die Hunteniederung queren nicht vertieft zu untersuchen sind.

Sobald dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems vollständige Antragsunterlagen vorgelegt werden, wird das Raumordnungsverfahren eingeleitet. Das Raumordnungsverfahren dient neben der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (Kommunen, Fachbehörden, Verbände, etc.) auch einer frühzeitigen Anhörung und Information der Öffentlichkeit. Bei den berührten Gemeinden werden deshalb die Verfahrensunterlagen zur Unterrichtung und Anhörung der Öffentlichkeit ausgelegt.


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