Projekt Wilhelmshaven-Conneforde



Das erste Planfeststellungsverfahren ist am 27. Februar 2009 eingeleitet worden und wurde am 24. Juni 2016 eingestellt.

Die Leitung wurde im Beteiligungsverfahren zur Änderung und Ergänzung des Landes-Raumordnungsprogramms (LROP) geprüft. Als Ergebnis der Prüfung und Abstimmung mit den betroffenen Kommunen wurde die Trasse in ihrem Verlauf in der zeichnerischen Darstellung festgelegt. Die damit erfolgte räumlich konkrete Darstellung im LROP ermöglichte den Verzicht auf ein Raumordnungsverfahren.

Der Neubau der 380-kV-Höchstspannungsleitung sollte dem Ausbau des Übertragungsnetzes zwischen den Umspannwerken Maade im Rüstringer Groden (Stadtgebiet Wilhelmshaven) und Conneforde im Landkreis Ammerland dienen. Die Leitung mit einer Gesamtlänge von rund 36 km hatte die Aufgabe, die erhöhte Einspeiseleitung neuer geplanter Kraftwerke in der Region Wilhelmshaven vom Umspannwerk Maade zum Netzknoten Conneforde zu transportieren. Die hier geplante Leitungsverbindung war die erste, die sowohl als Freileitung als auch mit Erdkabel ausgeführt wurde und bei der die Maßgaben zu Hoch- und Höchstspannungsleitungen der Verordnung über das Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen (LROP) in der Fassung vom 8. Mai 2008 Anwendung finden sollten. Antragstellerin für die Baumaßnahme war die E.ON Netz GmbH. Das Verfahren wurde von transpower (Tennet) fortgeführt.

Übersichtsplan Wilhelmshaven - Conneforde

Die Planunterlagen lagen in der Zeit vom 10. März 2009 bis einschließlich 9. April 2009 in den Städten Wilhelmshaven, Schortens und Varel sowie in den Gemeinden Sande, Bockhorn, Zetel und Wiefelstede zur allgemeinen Einsichtnahme öffentlich aus. Einwendungen gegen die Baumaßnahme konnten bis einschließlich 24. April 2009 bei den vorgenannten Stellen oder der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Dezernat 33, Kaiserstraße 27, 26122 Oldenburg, schriftlich oder zur Niederschrift erhoben werden.

Eingegangen sind 45 Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange sowie rund 30 Einwendungen. Haupteinwendungspunkte waren neben der angezweifelten Notwendigkeit des Vorhabens Trassenverlegung, Erdverkabelung, Denkmalpflege, Eingriffe in Natur und Landschaft, Eingriffe in die Agrarstruktur, Windparkbeeinträchtigungen und Wohnqualität. Die Stellungnahmen und Einwendungen wurden dem Antragsteller zur Bearbeitung übergeben.

Dieses erste Planfeststellungsverfahren wurde am 24. Juni 2016 auf Antrag des Vorhabenträgers eingestellt.

Das neue Planfeststellungsverfahren wurde am 25. Juli 2016 eingeleitet.

Das Verfahren umfasst die Errichtung und den Betrieb einer Kraftwerksanschlussleitung zwischen einer neu zu setzenden Verbindungsmuffe und dem neu zu errichtenden Umspannwerk Fedderwarden (Planung der Kraftwerksbetreiber Engie Deutschland AG) und die Errichtung den Betrieb einer 380-kV-Übertragungsleitung von Wilhelmshaven (UW Fedderwarden) nach Conneforde (Planung der Netzbetreiberin TenneT TSO GmbH).

Das Vorhaben der TenneT TSO GmbH umfasst auch die notwendigen Kabelübergangsanlagen, die Errichtung und den Betrieb des Abzweigs von der bestehenden 220-kV-Leitung Conneforde-Maade in das geplante Umspannwerk und den Rückbau der bestehenden 220-kV-Leitung Conneforde-Maade zwischen den Masten 2 bis 14. Aufgrund des engen räumlichen und funktionalen Zusammenhangs werden die beiden Vorhaben von Engie Deutschland AG und TenneT TSO GmbH in einem verbundenen Planfeststellungsverfahren behandelt.

Die Planfeststellungsunterlagen haben in der Zeit vom 22. August 2016 bis einschließlich 21. September 2016 bei der Stadt Wilhelmshaven, der Stadt Schortens, der Stadt Varel, der Stadt Wittmund, der Gemeinde Bockhorn, der Gemeinde Sande, der Gemeinde Wiefelstede, der Gemeinde Zetel und der Samtgemeinde Esens zur allgemeinen Einsichtnahme ausgelegen.

Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, konnte bis einschließlich 5. Oktober 2016 Einwendungen gegen den Plan erheben.

Eingegangen sind 48 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und 33 Einwendungen privat Betroffener. Darunter sind auch zwei Sammeleinwendungen mit insgesamt 131 Schreiben, die sich zum einen über den Verlust von Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten durch die Stromleitung und zum anderen zur Wertminderung der Immobilien, Gesundheitsgefährdung und Landschaftsbild äußern. Die Einwendungen befassen sich weiterhin mit Beeinträchtigungen der landwirtschaftlichen Nutzung und dem Zustand der Zuwegungsflächen. Ebenfalls werden Forderungen nach einer anderen Trassierung, weiteren bzw. längeren Erdkabelabschnitten und Mastverschiebungen erhoben. Ferner wird auch zu dem geplanten Umspannwerk Fedderwarden eingewandt, das allerdings nicht Bestandteil dieser Planfeststellung ist. Das Verfahren wird fortgesetzt.


Informationen der Planfeststellungsbehörde
[Weblink]
Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV)




Eingereichte Planunterlagen zum Planfeststellungsverfahren vom 25. Juni 2016 [pdf]
(2. Planfeststellungsverfahren)


Erläuterungsbericht
Allgemein verständliche Zusammenfassung gemäß § 6 UVPG
Übersichtsplan Kraftwerksanschlussleitung
Übersichtsplan Leitung Fedderwarden – Conneforde, Blatt 1
Übersichtsplan Leitung Fedderwarden – Conneforde, Blatt 2
Übersichtsplan Abzweig Fedderwarden




Die Antragsunterlagen können hier als Hintergrundinformation heruntergeladen werden [pdf]:
(1. Planfeststellungsverfahren)

Planfeststellungsunterlagen von e.on-Netz
Kurzfassung der Unterlagen von e.on-Netz
Übersichtsplan Nord
Übersichtsplan Süd




UW Maade bis GDF Suez-Kraftwerk

Der Planfeststellungsbeschluss zur 380-kV-Leitung vom Umspannwerk Maade zum geplanten GDF SUEZ-Kraftwerk Wilhelmshaven erging am 2. Februar 2010:

Mit dem Neubau wird die 380-kV-Leitungsverbindung zwischen dem Umspannwerk Maade und dem Standort des geplanten Kraftwerkes (GDF SUEZ) im Rüstringer Groden (Stadtgebiet Wilhelmshaven) hergestellt. Die Leitung mit einer Gesamtlänge von rund 2,1 km wird vollständig als Erdkabel ausgeführt und hat die Aufgabe, die erzeugte elektrische Energie des geplanten Kraftwerkes zum Umspannwerk Maade zu transportieren. Antragstellerin für die Baumaßnahme ist die GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG. Das Planfeststellungsverfahren ist am 27. Februar 2009 eingeleitet worden. Die Planunterlagen haben in der Zeit vom 10. März 2009 bis einschließlich 9. April 2009 bei der Stadt Wilhelmshaven zur allgemeinen Einsichtnahme öffentlich ausgelegen. Einwendungen gegen die Baumaßnahme konnten bis einschließlich 24. April 2009 bei der vorgenannten Stelle oder der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Dezernat 33, Kaiserstraße 27, 26122 Oldenburg, schriftlich oder zur Niederschrift erhoben werden. Eingegangen sind 25 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange (TöB); keine Einwendungen weder von privater Seite noch von anerkannten Naturschutzvereinen. Die TöB haben überwiegend keine Bedenken geäußert.

Der ausgelegte Plan soll nunmehr geändert werden. Wesentlicher Inhalt der Planänderungen ist u. a. eine teilweise Trassenverschiebung des Erdkabels. Die geänderten Planunterlagen haben in der Zeit vom 14. September 2009 bis einschließlich 13. Oktober 2009 bei der Stadt Wilhelmshaven zur allgemeinen Einsichtnahme ausgelegen. Einwendungen gegen diese geänderte Planung konnten bis einschließlich 28. Oktober 2009 bei der Stadt Wilhelmshaven oder bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erhoben werden. Nach Ablauf der Einwendungsfrist sind weitere Einwendungen gegen die Planänderungen ausgeschlossen (§ 43a Nr. 7 S. 1 EnWG). Der Erörterungstermin fand am 9. Dezember 2009 in Wilhelmshaven statt.

Der Planfeststellungsbeschluss erging am 2. Februar 2010. Er liegt in der Zeit vom 15. Februar 2010 bis einschließlich 1. März 2010 im Rathaus der Stadt Wilhelmshaven zur allgemeinen Einsichtnahme aus. Der von der Antragstellerin eingereichte geänderte Erläuterungsbericht wird im Folgenden zur allgemeinen Information veröffentlicht. Die rechtlichen Vorgaben und Fristen des Planfeststellungsverfahrens bleiben hiervon unberührt. Ein Rechtsanspruch lässt sich aus dieser Veröffentlichung nicht ableiten.

Planfeststellungsbeschluss Umspannwerk Maade bis GDF Suez-Kraftwerk


Die Antragsunterlagen können hier heruntergeladen werden:
Antragsunterlage - Kurzfassung
Antragsunterlage - Langfassung






UW Maade bis Standort E.ON-Kraftwerk

Planfeststellungsverfahren vom Umspannwerk Maade zum Kraftwerksanschluss des geplanten E.ON-Kraftwerks Wilhelmshaven

Mit dem Neubau wird die 380-kV-Leitungsverbindung zwischen dem Umspannwerk Maade und dem Standort des geplanten Kraftwerkes der E.ON Kraftwerke GmbH im Rüstringer Groden Süd (Stadtgebiet Wilhelmshaven) hergestellt. Die Leitung mit einer Gesamtlänge von rund 1,2 km wird vollständig als Erdkabel ausgeführt und hat die Aufgabe, die erzeugte elektrische Energie des geplanten Kraftwerkes zum Umspannwerk Maade zu transportieren. Antragstellerin für die Baumaßnahme ist die E.ON Kraftwerke GmbH. Das Planfeststellungsverfahren ist am 27. Februar 2009 eingeleitet worden. Die Planunterlagen liegen in der Zeit vom 10. März 2009 bis einschließlich 9. April 2009 bei der Stadt Wilhelmshaven zur allgemeinen Einsichtnahme öffentlich aus. Einwendungen gegen die Baumaßnahme können bis einschließlich 24. April 2009 bei der vorgenanten Stelle oder der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Dezernat 33, Kaiserstraße 27, 26122 Oldenburg, schriftlich oder zur Niederschrift erhoben werden. Nach Ablauf der Einwendungsfrist sind weitere Einwendungen vom Verfahren ausgeschlossen.

Eingegangen sind 15 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange (TöB), keine Einwendungen weder von privater Seite noch von anerkannten Naturschutzvereinen. Die TöB haben überwiegend keine Bedenken geäußert. Das Verfahren wurde noch nicht beendet.

Die Antragsunterlagen können hier heruntergeladen werden:
Antragsunterlage - Kurzfassung
Antragsunterlage - Langfassung
Übersichtsplan E.ON-Kraftwerksanschluss



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