Ausbaugründe



Gründe für den Netzausbau

Der Netzausbau im Norden ist insbesondere wegen der Entwicklung der Windkraft notwendig geworden. In Zukunft werden hier auch noch neue fossile Kraftwerke dazu kommen. Dadurch fällt die Erzeugung und der Verbrauch des Stroms regional immer stärker auseinander. Ein großer Teil des im Norden erzeugten Stroms muss in den Süden transportiert werden. Hier reichen die bisherigen Trassen nicht aus. In der Netzstudie der Deutschen Energieagentur (dena) werden die Ausbaunotwendigkeiten im Detail dargestellt.


Das Hochspannungsnetz

Für den Ausbau des Hochspannungsnetzes ist in Niedersachsen ab 2010 im wesentlichen der Übertragungsnetzbetreiber TenneT zuständig. TenneT hat das Netz von E.ON übernommen, das von Schleswig-Holstein bis Bayern reicht und im europäischen Verbundsystem zur Ermöglichung des Stromhandels integriert ist. Im Süden des Weser-Ems-Bereichs ist die Amprion GmbH zuständig.





Notwendigkeit des Netzausbaus

Nach den Untersuchungen der Deutschen Energieagentur müssen bis 2015 für die Übertragung der im Norden gebauten Windkraftleistung in die südlich liegenden Verbraucherzentren neue 380-kV-Trassen mit einer Länge von insgesamt etwa 850 km gebaut werden. Diese teilen sich wie folgt auf:


Netzausbau bis 2015




Niedersachsen ist mit fast 400 km Trassenlänge besonders betroffen.

dena - Netzstudie (2005)




Geplante zusätzliche Kraftwerke

Nicht nur im Offshore-Bereich sollen neue Kraftwerke entstehen (allein über die Norderneytrasse sollen über 3000 MW Windkraft ans Netz angebunden werden). In Wilhelmshaven baut die GDF Suez gegenwärtig ein neues Kohlekraftwerk. Es liegen auch verschiedene Pläne vor, um neue Kohlekraftwerke auch in Stade, Emden und Dörpen zu bauen. Dies könnte zur Ansiedlung neuer Industrien und Gewerbeunternehmen beitragen. In Bezug auf den Klimaschutz sieht hier die Landesregierung keine Probleme, da der Handel mit Emissionszertifikaten europaweit zur gezielten Verringerung der Kohlendioxidemissionen beiträgt. Effiziente Kraftwerke verdrängen so die Kraftwerke mit niedrigem Wirkungsgrad.







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