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Minister Meyer und Wenzel begrüßen vollständige Erdverkabelung
bei Gleichstromtrasse SuedLink

„Raum- und umweltverträgliche Variante“ – Hohe Bürgerbeteiligung geplant


HANNOVER. Die Landesregierung verbucht die neu vorgelegten Pläne zu dem Höchstspannungsgleichstromleitungen (HGÜ)-Projekt SuedLink als „vollen Erfolg". Denn Niedersachsen hatte sich frühzeitig für die nun geplante vollständige Erdverkabelung ausgesprochen, um mehr Akzeptanz in der Bevölkerung und eine Schonung der Landschaft zu erreichen.

„Uns ist die Notwendigkeit des SuedLink-Projekts bewusst, da der Bau ein wichtiger Beitrag für die Energiewende und den vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien ist", sagte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer, der auch für die Raumordnung zuständig ist. „Bei der Realisierung streben wir aber nicht die einfachste, sondern die bestmögliche Lösung für Raumplanung und Umwelt an. Ich habe mich daher frühzeitig für eine vollständige Verlegung unter die Erde stark gemacht", sagte Meyer. Niedersachsen habe mehrfach über den Bundesrat für eine vollständige Erdverkabelung plädiert. „Dies wird jetzt umgesetzt, erfüllt die Forderungen vieler Bürgerinnen und Bürger und schont die Umwelt, das Landschaftsbild und den Flächenverbrauch", so Meyer. Die Gleichstromtrasse ist erforderlich, um den Windkraftstrom aus Schleswig-Holstein in die südlichen Verbrauchsgebiete leiten zu können.

Minister Meyer begrüßte die Analyse-Methodik, mit der der günstigste Trassenverlauf gefunden werden soll. Dazu haben die Vorhabenträger TenneT und TransnetBW vorerst mehrere, alternative Trassenverläufe vorgestellt. Im Verlauf führen die Korridore jeweils östlich und westlich um Hannover und Göttingen. „Nun gilt es, diese alternativen Korridore intensiv zu prüfen, um die raum- und umweltverträglichste Variante zu ermitteln", sagte Minister Meyer. Diese Aufgabe obliegt vornehmlich der Bundesnetzagentur. Aber auch Niedersachsen will dazu beitragen, dass letztlich der optimale und schonendste Trassenverlauf ausgewählt wird.

„Die niedersächsische Landesregierung erwartet jetzt von den beiden Vorhabenträgern, dass diese den Vorzugstrassenkorridor für den SuedLink in enger Abstimmung mit den betroffenen Landkreisen und Gebietskörperschaften entwickeln", sagte Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel. Um eine transparente Abwicklung unter größtmöglicher Bürgerbeteiligung zu realisieren, will die Landesregierung die Vorhabenträger bei der weiteren Planung und Umsetzung von SuedLink unterstützen. Der frühzeitige Einblick in Datengrundlagen, Planungsmethoden und in die Begründung der Planungsergebnisse soll allen Beteiligten die Möglichkeit geben, diese zu prüfen und zu ergänzen, noch ehe die Vorhabenträger ihre Erstbewertung abgeschlossen haben.

Diese Maßnahme unterscheidet sich von der letzten Vorgehensweise zu SuedLink, die auf erheblichen Widerstand gestoßen war. Es besteht nun die Möglichkeit, bis zum 29. November dieses Jahres Hinweise darauf zu geben, ob aus räumlicher Sicht etwas gegen das Trassenkorridornetzes spricht. Solche sogenannten Raumwiderstände wie etwa Hügel, bebautes Gebiet und andere Faktoren sind an die Vorhabenträger weiterzugeben. Diese stellen dafür vom 29. September bis zum 29. November eine Beteiligungsplattform im Internet bereit. Die Landesregierung hat zudem eine Ressortkoordinierungs-AG eingerichtet, die die jetzt vorhandenen groben Planungsergebnisse prüft und bis Ende November Hinweise auf mögliche Konflikte und noch notwendige Untersuchungen geben wird.